Regional

Flughäfen in Österreich und der Schweiz

Österreich fängt im ICAO-Code mit LO an, die Schweiz mit LS. Merk dir das, und du liest jede Anflugkarte im Alpenraum sofort richtig.

Die deutschsprachigen Nachbarn haben eine erstaunlich dichte, aber sehr unterschiedliche Flughafenlandschaft. Wien ist ein echtes Drehkreuz, Zürich spielt in der europäischen Oberliga, und dann gibt es Innsbruck – wo Piloten vor dem Anflug ein Extra-Briefing bekommen. Dazu Basel-Mulhouse, ein Flughafen, der gleichzeitig in drei Ländern steht. Hier bekommst du den Überblick über die wichtigsten Airports in Österreich und der Schweiz, ihre Codes und das, was sie besonders macht.

Auch VIE, ZRH oder GVA findest du in Sekunden.
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Die wichtigsten Flughäfen im Überblick

Alle österreichischen Flughäfen tragen ICAO-Codes, die mit LO beginnen, alle schweizerischen mit LS. Das L steht für Südeuropa/Alpenraum in der ICAO-Systematik, der zweite Buchstabe für das Land. Wenn dich der Unterschied zwischen dem dreibuchstabigen IATA- und dem vierbuchstabigen ICAO-Code verwirrt, lies zuerst IATA vs. ICAO.

FlughafenIATAICAOLandBesonderheit
Wien-SchwechatVIELOWWATGrößtes Drehkreuz Österreichs
SalzburgSZGLOWSATWinter-Charterhochburg
InnsbruckINNLOWIATAnspruchsvoller Alpen-Anflug
GrazGRZLOWGATSteiermark, kompakt
ZürichZRHLSZHCHGrößter Airport der Schweiz
GenfGVALSGGCHDirekt an der Grenze zu Frankreich
Basel-MulhouseBSLLFSBCH/FR/DEDreiländer-Airport (EAP)
BernBRNLSZBCHCity-Airport der Hauptstadt

Innsbruck: der Anflug, vor dem alle Respekt haben

Innsbruck liegt in einem engen Talkessel, links und rechts steigen die Berge auf über 2.000 Meter. Ein normaler Geradeausanflug ist hier schlicht nicht möglich. Piloten fliegen kurvige, präzise definierte Verfahren ins Inntal hinein, oft mit Sichtflug-Anteilen im Endteil. Fluggesellschaften brauchen dafür eine gesonderte Freigabe und geschultes Personal.

Für dich als Passagier heißt das: Fensterplatz sichern. Der Anflug auf Innsbruck ist einer der landschaftlich spektakulärsten in ganz Europa. Bei Föhn kann es allerdings ordentlich schaukeln – wer empfindlich ist, sollte vorher wissen, worauf er sich einlässt.

Basel-Mulhouse: ein Flughafen, drei Länder

Der EuroAirport (Kürzel EAP) ist die wohl kurioseste Anlage der Region. Er liegt physisch auf französischem Boden, wird aber gemeinsam von der Schweiz und Frankreich betrieben und dient auch Südbaden. Historisch gab es sogar zwei getrennte Ausgangsbereiche mit Zollstraße – einen Richtung Schweiz, einen Richtung Frankreich.

Verwirrend sind die Codes: BSL für die Schweizer Seite, MLH für die französische, EAP als offizieller Sammelcode. Der ICAO-Code LFSB verrät's – das LF steht für Frankreich, nicht für die Schweiz. Ein schönes Beispiel dafür, dass der ICAO-Code dem geografischen Standort folgt, nicht der Betreibernation.

Wien und Zürich: die Schwergewichte

Wien-Schwechat ist das Rückgrat des österreichischen Luftverkehrs und ein klassisches Umsteige-Drehkreuz Richtung Osteuropa. Zürich spielt in einer ähnlichen Liga und ist für seine Pünktlichkeit und den ruhigen, gut organisierten Betrieb bekannt. Beide sind, was man ein Drehkreuz nennt: viele Passagiere landen dort nicht, weil Wien oder Zürich ihr Ziel ist, sondern weil sie umsteigen.

Genf ist der Gegenpol – ein Punkt-zu-Punkt-Airport, stark geprägt von Geschäftsreisenden, internationalen Organisationen und im Winter vom Skitourismus in die Westschweiz und die französischen Alpen.

Häufige Fragen

Warum beginnen österreichische ICAO-Codes mit LO und Schweizer mit LS?

Die ICAO teilt die Welt in Regionen. Der erste Buchstabe L steht für Südeuropa und den Alpenraum, der zweite für das Land: O für Österreich, S für die Schweiz. Deutschland liegt mit ED und ET in einer anderen Region.

Warum hat Basel-Mulhouse einen französischen ICAO-Code?

Weil der Flughafen physisch auf französischem Staatsgebiet liegt. Der ICAO-Code richtet sich nach dem Standort, LFSB ordnet ihn also Frankreich zu – obwohl er gemeinsam mit der Schweiz betrieben wird.

Ist der Anflug auf Innsbruck gefährlich?

Nein, aber anspruchsvoll. Fluggesellschaften brauchen eine Sonderfreigabe und speziell geschulte Crews. Bei starkem Föhn kann es turbulent werden, und Landungen werden bei schlechter Sicht schon mal nach München oder Wien umgeleitet.

Was bedeutet der Code EAP?

EAP ist der offizielle Sammelcode für den EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg. Daneben existieren BSL für die Schweizer und MLH für die französische Seite – alle drei meinen denselben Flughafen.