Warum Skyfield kein Live-Radar hat
Wir könnten dir ein Live-Radar einbauen. Wir müssten dafür nur entweder eine Lizenz brechen oder dir ein Abo aufzwingen. Beides machen wir nicht. Hier ist der ehrliche Grund.
Die häufigste Frage zu Skyfield lautet: „Warum zeigt ihr keine Flugzeuge in Echtzeit?" Berechtigt – andere Apps können das. Die kurze Antwort: weil ein ehrliches Live-Radar entweder laufend Geld kostet oder auf einer Lizenz sitzt, die kommerzielle Nutzung verbietet. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden und lieber alles auf das gebaut, was Skyfield richtig gut kann: die schöne, stabile Welt der Luftfahrtdaten, komplett offline. Diese Seite erklärt die Haltung dahinter, ohne Ausreden.

Das Lizenzproblem bei freien Flugdaten
Es gibt tatsächlich offene Quellen für Live-Flugpositionen. Das Problem steckt im Kleingedruckten: Die freien Datenströme sind fast durchweg nur für die nicht-kommerzielle Nutzung freigegeben. Sobald eine App im App Store steht, Geld verlangt oder auch nur werbefinanziert ist, gilt sie als kommerziell – und die freie Lizenz greift nicht mehr.
Bleiben zwei Wege, und beide gefallen uns nicht:
- Kommerzielle Datenlizenz kaufen. Das kostet laufend, oft vierstellig im Monat. Diese Kosten müssten wir an dich weitergeben – Hallo, Zwangsabo.
- Die Lizenz ignorieren und trotzdem freie Daten nutzen. Machen manche. Wir nicht. Das ist schlicht nicht sauber.
Lieber ehrlich sagen „das können wir nicht anbieten" als eine Funktion auf wackeligem Fundament verkaufen.
Und das Wetter? Kommt auf Tipp
Beim Wetter sieht die Lizenzlage anders aus. METAR und TAF veröffentlicht das Aviation Weather Center der US-Wetterbehörde NOAA als offene Daten, die auch kommerziell genutzt werden dürfen. Deshalb zeigt Skyfield seit Version 2.0 Flugwetter – ohne eigenen Server, direkt von der Quelle.
Offline-first bleibt trotzdem die Regel: Das Wetter lädt nur, wenn du im Flughafen-Detail darauf tippst. Alles andere funktioniert weiter ohne Netz. Und der Wind aus dem METAR stellt direkt den Landebahn-Rechner ein, sodass du die wahrscheinlich aktive Bahn siehst.
Was du stattdessen bekommst
Der Verzicht auf Live-Daten ist kein Mangel, sondern eine Entscheidung. Was übrig bleibt, ist erstaunlich viel – und alles davon funktioniert ohne Netz:
| Statt… | …bekommst du |
|---|---|
| Live-Radar | Großkreis-Routen, Reichweiten-Radar, 3D-Anflug |
| Flugstatus in Echtzeit | Reise-Pass mit Check-in und weltweitem Ranking |
| Live-Positionen auf der Karte | Frag Skyfield: Fragen an 85.000 Flughäfen, offline beantwortet |
| Server-Abhängigkeit | Komplette Datenbank offline im Gerät |
Das ist die stabile, schöne Seite der Luftfahrt: Codes, Bahnen, Frequenzen, Distanzen, Zeitzonen. Wissen, das sich nicht im Sekundentakt ändert – und deshalb perfekt in eine Offline-App passt. Mehr dazu unter Offline-Apps für Vielflieger.
Ehrlich statt enttäuschend
Man könnte ein billiges Live-Radar dazuschalten, das an guten Tagen funktioniert und an schlechten Tagen leer bleibt oder eine Lizenzwarnung provoziert. Das wäre die Sorte Feature, die im Store-Screenshot gut aussieht und im Alltag enttäuscht.
Wir haben lieber eine klare Linie: keine Tracker, kein Server-Zwang, keine fragwürdigen Lizenzen, kein reines Abo-Modell. Dafür eine App, die im Flugmodus über den Wolken genauso zuverlässig läuft wie zu Hause im WLAN. Das ist der Deal – und wir finden, er ist fair.
Häufige Fragen
Kommt das Live-Radar vielleicht später?
Nur, wenn es sauber geht – also mit einer Lizenz, die kommerzielle Nutzung erlaubt, ohne dir ein Zwangsabo aufzudrücken. Solange das nicht der Fall ist, bleibt es bewusst draußen.
Andere Apps zeigen doch Flugzeuge in Echtzeit. Wie?
Entweder mit einer teuren kommerziellen Datenlizenz, die sie über Abos oder Werbung finanzieren – oder auf rechtlich dünnem Eis. Wir wollten keinen dieser beiden Wege gehen.
Bringt mir Skyfield ohne Live-Daten überhaupt etwas?
Eine Menge: Flughafensuche, Detailseiten, Frag Skyfield, Großkreis-Routen, Reichweiten-Radar, 3D-Anflug, Jetlag-Rechner, Weltzeit-Tafel und den Reise-Pass – alles offline. Dazu auf Tipp Live-Wetter mit METAR und TAF.
Warum ist offline überhaupt so wichtig?
Weil du eine Flughafen-App oft genau dann brauchst, wenn kein Netz da ist: im Flugzeug, beim Roaming, am überlasteten Gate-WLAN. Eine Funktion, die einen Server braucht, versagt genau in diesem Moment.